Das Tote Gebirge, der zweite Hauptgebirgsstock des Salzkammergutes, besitzt die größte Hochfläche der Kalkalpen in Österreich überhaupt. Im Westen und Süden vom Trauntal begrenzt und durch dieses und die breite Mitterndörfer Talwasserscheide vom Dachsteinstock geschieden, erstreckt sich seine ungeheure, von Karrenfeldern durchzogene Steinwüste weit nach Osten, wo ihre höchsten und schönsten Randerhebungen, die prächtigen Felsgestalten des Großen Priels und die Spitzmauer in jähen wänden zum Stodertal Niederbrechen.
Ein Ort, an dem sich in Österreich besonders Kettertouristen und Bergsteiger wie Zuhause fühlen. Wie alle Gebirge der Nordischen Alpen gehört das Tote Gebirge der Triasperiode an. Basis ist der Werfener Schiefer, darüber liegt der morsche untere Dolomit, obenauf dann die massive, arg zerklüftete Decke des dickschichtigen Dachsteinkalkes. Das gesamte östliche Hochplateau besteht aus Dachsteinkalk – wie viele andere Gebirgszüge in Österreich auch, und die großen Felsgipfel darauf sind nur säulenartige Überreste einer einst viel mächtigeren Decke.
Schönheit und Großartigkeit scheinen sich hier einander überbieten zu wollen. Das Tote Gebirge zeigt eines der prachtvollsten Hochgebirgsbilder der Alpen. Das Priel-Schutzhaus bei Hinterstoder, ein Stützpunkt nicht nur für Klettertouren, sondern auch für Überquerungen der Hochfläche, hinüber zur Pühringer-Hütte beim Elmsee im Zentrum des Plateaus und weiter entweder zu den beiden Lahngangseen und hinunter zum Grundlsee am Südfuß oder über das ebenfalls inmitten der ungeheuren Fläche gelegene Appel-Haus zum einsamen Wildensee und nordseits abwärts zum Offensee bei Ebensee inmitten stiller Wälder.
Großartig ist der gewaltige Nordabsturz des Toten Gebirges zum Almsee, dessen ernste Schönheit jedem Besucher unvergesslich bleiben muss. Wanderurlaub in Österreich ist hier eines der am meisten verwendeten Schlagwörter.
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